Unbewusste Nachahmung

Unbewusste Nachahmung
Marvin Braun
Marvin Braun
27.03.2025

Hast Du Dich schon mal gefragt, wie Dein Musikgeschmack entstanden ist? Oder Dein Haarschnitt? Oder Dein Kleidungsstil? Dein Beruf?

Ziemlich unwahrscheinlich, dass Du auf diese Fragen mit Garantie sagen kannst, es war allein Deine Entscheidung.

Diese drei Gruppen beeinflussen Dich dabei:

1. Familie und Freunde

Nachahmung in der Familie

Angenommen Dein Vater und Dein Großvater sind eingefleischte Bayernfans. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du auch einer wirst, leider enorm hoch. Wenn alle Deine Freunde rauchen, ziemlich wahrscheinlich, dass Du es zumindest auch mal versuchst. Wenn Deine Eltern ein Familienunternehmen haben, ist es auch nicht ganz unwahrscheinlich, dass Du selbst mal darin landest.

In den letzten 5-6 Jahren konnte man zum Beispiel beobachten, wie Freunde und Familie einander dazu brachten, weniger Fleisch zu essen.

Es gibt unzählige Beispiele, die den familiären und freundschaftlichen Einfluss belegen. Ich bin mir sicher, Dir fallen sofort auch einige ein.

2. Idole und Autoritäten

Nachahmung von Idolen und Autoritäten

Anführer, Experten oder Stars, mit denen wir sympathisieren. Diese Personen werden häufig als Trendsetter einer neuen Bewegung eingesetzt und sind somit der erste Dominostein. Man möchte sich mit ihnen identifizieren, um eine Einheit mit ihnen zu bilden und kopiert unterbewusst verschiedene Muster wie Kleidungsstil, Frisuren oder politische Meinungen. Bei Männern mit fragwürdigen Haarschnitten kann man davon ausgehen, dass gerade wieder irgendein Fußballer damit begonnen hat.

Experimente, die die Autoritätshörigkeit sehr gut darstellen, sind das "Milgram-Experiment" oder The Push von Derren Brown.

3. Mehrheiten

Nachahmung der Mehrheit

Der Gruppenzwang – man fügt sich der Mehrheit, um nicht allein im Regen zu stehen. Hervorragendes Beispiel dafür: Das Konformitätsexperiment von Solomon Asch.

  • Jemand im selben Raum gähnt - viele gähnen nacheinander mit. 
  • In der Kirche flüstert man, weil alle flüstern. 
  • Bei einer italienischen Familie wirst Du Dich nicht trauen, Deine Spaghetti klein zu schneiden. 

Das sind harmlose Beispiele. Es gibt aber leider auch unzählige tragische Beispiele, wenn die Mehrheit bewusst in eine Richtung gelenkt wird und dadurch Ausgrenzung, Hetze oder Kriege entstehen.

Wir haben von Geburt an das Bedürfnis der Zugehörigkeit in der Gemeinschaft. Man wendet sich häufig vom eigenen Naturell ab, nur um zu gefallen und dazuzugehören. So kannst Du Dich zwar in der Gruppe aufhalten, aber mittel- bis langfristig wirst Du dabei unglücklich.

Mir ist wichtig, dass meine Kunden ihre eigenen Bedürfnisse respektieren und sich nicht zu sehr verbiegen. Denn wenn sich jemand dauerhaft nur seinem Umfeld anpasst, führt er überhaupt selbst Regie in seinem Leben?

Mentale Freiheit erlangt man, wenn man sich selbst treu bleibt.

Lass Dich von anderen inspirieren, aber nicht lenken.




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