Falsche Ziele

Falsche Ziele
Marvin Braun
Marvin Braun
07.03.2025

Glaubst Du, dass die meisten, die Hilfe aufsuchen, auch die nötige Bereitschaft zur Veränderung mitbringen?

Ich dachte schon. Zumindest zu Beginn meiner Coaching-Laufbahn. Damit lag ich aber mal sowas von daneben. 

Denn hier konkurrieren 2 große Probleme.

1. Fremde Ziele Deines Umfelds

Fremde Ziele wirken durch die Push-Methode

Es fing damit an, dass nicht jeder aus freien Stücken zu mir kam. Nicht, dass jemand erpresst wurde, um zu mir zu kommen, sondern vielmehr, dass sie nicht aus eigenem Interesse aufkreuzten. Auf die Frage, warum sie bei mir sind, fingen die Antworten häufig wie folgt an:

  • „Mein Arzt hat gesagt“
  • „Meine Eltern haben gesagt“
  • „Mein Mann hat gesagt“
  • „Meine Frau hat gesagt“
  • „Mein Wellensittich hat gesagt“

Hier haben wir das erste Problem. Fremde Ziele. Ein anderer gibt den Impuls. Jemand, der vielleicht ganz andere Interessen oder Schwierigkeiten hat. Oder sogar jemand, der Druck ausübt.

Wir sehen Menschen häufig so, wie wir sie gerne hätten, nicht wie sie sind. Ich kann gar nicht sagen, wie viele Leute bei mir landeten, weil ein anderer es wollte.

Natürlich kann es helfen, wenn man mal einen Tritt in den Hintern bekommt. Aber nur solange das nötige Eigeninteresse an der Veränderung besteht. Und, dass die Methode die richtige ist.

Es ist egal, ob das im Coaching oder beim Finanzberater ist. Denn offensichtlich liegt ja ein Problem vor und das ist niemals erst gestern aufgetaucht. Man selbst muss bereit sein. Man kann noch so viele schlaue Formeln und Überzeugungstechniken anwenden, aber wenn Du nicht selbst den Anreiz verspürst, hat es keinen Sinn.

2. Fremde Ziele aus der Ferne

Fremde Ziele spielen in Hollywood

Eine absolut unrealistische Vorstellung davon, was es bedeutet, wirkliche Veränderung einzuleiten. Ursache dessen sind meist Social Media, TV, oder Werbung – also Marketing und Manipulation.

Packende Headlines, stählerne Körper, prominente Persönlichkeiten

In Bildern, Videos oder Filmen wird einem suggeriert, dass man in kurzer Zeit ganz einfach zu einem „Superhuman“ mutieren und alle Probleme loswerden kann. Mit fremden Zielen, nicht den eigenen.

Ein typisches Muster nenne ich die „too good to be true“-Beiträge - kennt jeder

  • “No more hamstring injuries with THIS exercise”
  • “Eat THIS to get rid of your belly fat”
  • “Do THIS and you will never feel stressed again”

Der Hollywood-Bonus

  • „What I Eat In A Day” von Men’s Health – zum Beispiel: “This is what Chris Hemsworth eats for his iconic role as THOR”
  • “(Name von Hollywoodstar) reveals his/her secret to success” – und die mystischen, erfolgsversprechenden Geheimnisse sind dann EisbäderSupersmoothies, Saftkuren, Supplements oder was auch immer gerade Trend ist oder ein neuer werden soll
  • Filmrollen, wie beispielsweise Brad Pitt als Cliff Booth in "Once Upon A Time in Hollywood" (Hierzu werde ich in Kürze eine detaillierte Filmanalyse in meinem Newsletter veröffentlichen)

Was wird in diesen Beiträgen ausgeblendet?

  • Wie lange und intensiv die Personen schon an sich arbeiten
  • Dass der Inhalt des Videos nicht alleine für den Erfolg verantwortlich ist
  • Die Darsteller führen ein komplett anderes Leben - mit ganz anderen Mitteln

Auch, wenn Brad Pitt sich hin und wieder einem Facelift unterzieht: Weder er, noch Chris Hemsworth haben ihre beachtlichen Körper aus den Neujahrsvorsätzen des Vorjahres gemeißelt. Da steckt schon etwas mehr dahinter.

Sobald Celebrities aber im Marketing involviert sind, schalten nochmal deutlich mehr Menschen das logische Denken ab, weil dieses durch unbewusste Nachahmung ersetzt wird. Wie das funktioniert und wer Dich neben Hollywood noch beeinflusst, erkläre ich hier.


Augenöffner-Mails

Freiheit in Körper und Geist - direkt in Dein Postfach

Komm auf meine Liste und erhalte ein- bis zweimal pro Woche wertvolles Wissen über Selbstsabotage und Manipulation.

© 2025 Marvin Braun
ImpressumDatenschutz